Ziel des Projekts – Unterstützung der kommunalen Radverkehrsplanung

Das Projekt soll Kommunen in der Radverkehrsplanung unterstützten. Da es derzeit keine breit aufgestellte und fortlaufend aktualisierbare Datengrundlage für die Radverkehrs­planung in den Kommunen gibt und die finanziellen und personellen Ressourcen der Kommunen knapp sind, sollen im Projekt verkehrliche Kenngrößen des Radverkehrs abgeleitet und den Kommunen zur Planung bereitgestellt werden.

 

Woher die Daten kommen – die Aktion STADTRADELN

Die Erhebung der Daten erfolgt im Rahmen der vom Klima-Bündnis durchgeführten Kampagne STADTRADELN, an der deutschlandweit Kommunen und Radfahrende teilnehmen. Während der mehrwöchigen Aktion werden mittels der auf dem Smartphone der Teilnehmer installierten STADTRADELN-App Daten zu den gefahrenen Routen der Radfahrenden erhoben.

 

Welche Daten genutzt werden – GPS-Tracks und Sensordaten

Während der Datenerhebung werden über die STADTRADELN-App Daten unterschiedlicher Smartphone-Sensoren aufgezeichnet. Dazu gehören zum einen Daten des GPS-Sensors, die Aussagen über die gefahrenen Strecken zulassen. Zum anderen werden Daten weiterer Sensoren genutzt (Beschleunigungssensor, Magnetometer, Gyroskop), die bspw. Aufschluss über das Fahrverhalten oder die Oberflächen­beschaffenheit geben können.

 

Datenschutz und Datensicherheit – Einhaltung rechtlicher Vorgaben

Auf die an die TU Dresden übermittelten Daten hat nur die TU Dresden Zugriff. Zur Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit werden angemessene personelle, technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um eine den datenschutz­rechtlichen Vorgaben der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (Art. 5 und 32 EU-DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG §9) sowie des Sächsischen Datenschutzgesetzes (§10 SächsDSG) entsprechende Datensicherheit zu gewährleisten.

 

Was mit den Daten geschieht – Berechnung von Verkehrskenngrößen des Radverkehrs

Die erhobenen und übermittelten Sensordaten werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke und die Berechnung relevanter Verkehrskenngrößen der am STADTRADELN teilnehmenden Kommunen genutzt (z.B. Verkehrsaufkommen, Geschwindigkeiten, Wartezeiten). Im Anschluss an die Berechnungen werden die Daten derart anonymisiert und aggregiert, dass kein Personenbezug hergestellt werden kann. Von diesem Zeitpunkt an stehen diese nunmehr als Sachdaten (z.B. in Form von thematischen Karten) für die am STADTRADELN teilenehmenden Kommunen zur Verfügung.

 

Wie das Ergebnis aussehen wird – Informationen zum Radverkehr in den Kommunen

Die Ergebnisse der Berechnungen werden den Kommunen auf unterschiedliche Weise zur Verfügung gestellt. Dies kann in Form von thematischen Karten (siehe Abb. 1 und 2) oder als Planungs-Datensatz geschehen.

 

Wer davon profitiert – Kommunen und Radfahrende

Kommunen und Radfahrende sind die Profiteure unseres Forschungsprojekts. Durch die Analyse und Aufbereitung der Daten ermöglichen wir den Kommunen, ihre Planung der Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern. Konkret bedeutet das eine bessere und an die Bedürfnisse der Radfahrenden angepasste Planung. Daher profitieren von dem Projekt letztlich die am STADTRADELN teilnehmenden Radfahrenden der Kommunen.